Vorwiderstände für Leuchtdioden
aus Modellbauwiki, der freien Wissensdatenbank
Eine Leuchtdiode benötigt typischerweiße eine Spannung von ca. 2 Volt, manche mehr, manche weniger (siehe unten). Da in den meisten Modellen jedoch eine wesentlich höhere Bordspannung vorhanden ist, muss man die Leuchtdioden entweder in Reihe schalten (6 Leuchtdioden mit je 2V benötigen 12V) oder es muss ein Vorwiederstand angeschlossen werden, der die erhöhte Spannung verheizt.
Die allgemeine Formel aus dem Ohmschen Gesetzt ist hierbei R = U/I. Das bedeutet der Wiederstand ist abhängig von Spannung und Strom. Genauer gesagt definiert sich der Wiederstand von einem Ohm, wenn bei 1 Ampere Strom die Spannung um 1 Volt sinkt. Kommen wir nun zu einem kleinen Beispiel:
Als Bordspannung kommen 10V zum Einsatz, der Verbraucher benötigt jedoch nur 3V und zieht dabei einen Strom von 0,1A. Gesucht wird also ein Wiederstand, der bei 0,1A die Spannung um 7V senkt. Also ist R = 7V/0,1A = 70 Ohm.
In dem angegebenen Beispiel müsste also ein 70 Ohm Wiederstand rein.
Hat man nun den richtigen Wiederstand ausgerechnet, muss dieser noch passend dimensioniert werden. Da er die überschüssige Spannung verbrät, also in Wärme umwandelt, muss dieser groß genug sein um nicht einfach durchzubrennen. Die Leistung ergibt sich hierbei aus Spannung * Strom (also Watt = Volt * Ampere). Im oben genannten Beispiel sind das 7V * 0,1 A = 0,7 Watt. Ein normaler 1/4-Watt Wiederstand würde somit recht schnell durchbrennen. Benötigt wird mit etwas Sicherheitszuschlag ein 70-Ohm, 1Watt Wiederstand.
Im Normalfall brauchen LEDs ca. 2V Spannung. Weiße und blaue oft bis 4V. Zu beachten ist außerdem, dass normale 3mm LEDs ca. 20mA und 5mm LEDs ca. 50mA ziehen. Superhelle und Spezial-LEDS können jedoch weit mehr ziehen. Es ist also notwendig das dazugehörende Datenblatt zu Rate zu ziehen.
