Dynamische Tauchsysteme
aus Modellbauwiki, der freien Wissensdatenbank
Um ein U-Boot zum tauchen zu bringen gibt es im wesentlichen 2 Möglichkeiten. Die erste ist es wird schwerer als Wasser und sinkt dadurch (statisch genannt) und die zweite Möglichkeit ist es wird unter Wasser gedrückt (dynamisch genannt).
Dynamische Methoden
- Dynamisch taucht ein Boot, weil es wie oben beschrieben unter Wasser gedrückt wird. Nun ist es sinnlos sein Boot jedesmal mit der Hand unter Wasser zu drücken. Vielmehr gibt es dazu zwei besser Möglichkeiten. Die weitestverbreitete ist Geschwindigkeit aufzunehmen und die Tiefenruder so zu stellen, dass das Boot unter Wasser gedrückt wird. Das ist im Prinzip ähnlich wie bei einem Flugzeug, welches durch seine Flügel nach oben gedrückt wird sobald es schnell genug ist.
- Eine zweite Möglichkeit dynamisch zu tauchen ist ähnlich der Wirkungsweise eines Helikopters, bei der ein Propeller das Boot in die Tiefe zieht. Diese Methode wird z.B. bei Forschungs-Ubooten oder bei Unterwasserdrohnen (ROV's, AUV's) in großem Stil angewandt. Allgemein ist ein Boot so getrimmt, dass es noch einen geringen Restauftrieb hat, der Propeller muss dann dynamischen Abtrieb erzeugen, um abzutauchen. Zwar kostet dies ständig Energie, um das Boot auf Tiefe zu halten, doch wird das Boot dann bei erschöpfter Bordbatterie wieder selbsttätig auftauchen können. Der große Vorteil solch eines Hubpropellers ist außerdem, dass sein Energiebedarf unabhängug von der Tauchtiefe ist, während z.B. bei einem Kolbentank der Energiebedarf mit steigender Tauchtiefe stetig zunimmt, da der Kolben beim Herausdrücken von Ballastwasser ja mechanische Arbeit gegen den Umgebungsdruck leisten muss. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich mit dem Hubpropeller Auf- oder Abtriebskräfte sehr schnell erzeugen lassen, so dass für eine Schweberegelung sehr kleine Reaktionszeiten möglich sind.
